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CDR - Centre For Drug Research


Goethe-Universität
Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung
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D-60054 Frankfurt am Main


+49 (0)69 / 798-28493
Kontakt: cdr@cdr-uni-frankfurt.de


Buchtipps

jugend-als-soziales-problem-probleme-der-jugend Axel Groenemeyer / Dagmar Hoffmann (Hrsg.):
Jugend als soziales Problem - soziale Probleme der Jugend?
Diagnosen, Diskurse und Herausforderungen.


Der Band beschäftigt sich mit dem sozialen Phänomen Jugend in Zeiten des sozialen und kulturellen Wandels sowie der Wahrnehmung und Diskussion sozialer Probleme, die mit dem Aufwachsen in der Gegenwartsgesellschaft verbunden werden. Kritisch wird das Spannungsverhältnis der Gruppe der Jugendlichen und ihrer sozialen Probleme analysiert sowie dessen ambivalente mediale und diskursive Aufbereitung. Nach einer sozialkritischen Auseinandersetzung mit der Problematisierung von Jugend werden aktuelle Herausforderungen in der Berufsübergangsphase und im Hinblick auf das Aufwachsen in multikulturellen Lebenskontexten thematisiert sowie gegenwärtige Phänomene von Gewalt.
Unter anderem enthält das Buch  einen kritischen Artikel zum angeblichen "Jugendtrend Komasaufen" (Bernd Werse).
Frauen in der Drogenszene Dr. Christiane Bernard:
Frauen in Drogenszenen.
Drogenkonsum, Alltagswelt und Kontrollpolitik in Deutschland und den USA am Beispiel Frankfurt am Main und New York City

Reihe: Perspektiven kritischer Sozialer Arbeit, Band 17

  • Erste detaillierte Vergleichstudie zur Drogengebrauchssituation und Drogenkontrollpolitik in Deutschland und den USA
  • Einblicke in die Welt von Drogenkonsumentinnen
  • Vergleichender und multiperspektivischer Ansatz
Aus einer frauenspezifischen Perspektive gibt die Studie vergleichende Einblicke in die Auswirkungen der deutschen und US-amerikanischen Drogenpolitik auf den Konsum illegalisierter Substanzen und die hiermit verknüpften gesundheitlichen und sozialen Folgen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Alltagswelt von Drogenkonsumentinnen der Straßenszenen in Frankfurt am Main und New York City. Das methodenplural ausgerichtete Forschungsdesign umfasst eine Sekundäranalyse amtlicher Statistiken, qualitative und quantitative Interviews mit Drogenkonsumierenden sowie eine Metaanalyse ethnographischer Forschungsarbeiten.
Entkriminalisierung von Drogenkonsumenten – Legalisierung von Drogen Ralf Gerlach, Heino Stöver (Hrsg.)
Entkriminalisierung von Drogenkonsumenten –
Legalisierung von Drogen


Aus dem Geleitwort von Tom Koenigs:
Drogenprohibition ist die gefährlichste Sinnlosigkeit der Neuzeit. Keine andere international verfolgte Strategie hat in den vergangenen Jahrzehnten Terroristen, Kriminelle und korrupte Beamte so konsequent unterstützt wie die Prohibition von Drogen. Kein anderes politisches Konzept hat so systematisch Gewalt, Menschenrechtsverletzungen, Korruption und die Ausbreitung von HIV/AIDS erzeugt. Und kaum ein anderes Thema wird so stark von angstbesetzter Moral und Tabus bestimmt und so wenig von empirischen Fakten.
Wir müssen Drogensucht endlich als Herausforderung für die Gesundheits- und Sozialpolitik und nicht der Strafverfolgung begreifen.

Die Beiträge in diesem Buch zeigen: Verschiedene europäische Staaten haben bereits Entkriminalisierungsmodelle entwickelt und sind mit der Lösung des Drogenproblems weiter als wir.

Mit Beiträgen von:
Jörg Auf dem Hövel, Gudrun Behle, Christiane Bernard, Robin Christen, Jonas Dessouky, Stephanie Flöter, Ralf Gerlach, Jürgen Heimchen, Henner Hess, Tilmann Holzer, Marco Jesse, Rosa Kistmacher, Tom Koenigs, Nicole Krumdiek, Cornelia Morgenstern, Tim Pfeiffer-Gerschel, Maximilian Plenert, Frederik Polak, Josef Radimecky, Jörg Rostek, Dirk Schäffer, Henning Schmidt-Semisch, Wolfgang Schneider, Stefan Sell, Heino Stöver, Franz Trautmann, Rainer Ullmann, Monika Urban, Bernd Werse, Georg Wurth

Drogenmärkte Bernd Werse (Hg.):
Drogenmärkte.
Strukturen und Szenen des Kleinhandels
Frankfurt a.M.: Campus 2008


Den typischen Drogendealer gibt es nicht: Der eine zieht zu Hause Cannabispflanzen und verkauft sie ausschließlich an Freunde, der andere dealt professionell mit harten Drogen: Die Autorinnen und Autoren dieses Buches betrachten in empirischen Studien und Interviews erstmals den Mikrokosmos des Kleinhandels am Beispiel Frankfurts. Dabei wird deutlich, dass sich etwa die Handelsaktivitäten in der Straßenszene fundamental vom Dealen im bürgerlichen Milieu unterscheiden, gleichzeitig jedoch für den gesamten Kleinhandel die enge Verknüpfung von Handels- und Freundschaftsbeziehungen typisch ist. Die gängige strikte Trennung von "Dealern" und "Konsumenten", so zeigt sich, muss grundsätzlich infrage gestellt werden.
Mit Beiträgen von Christiane Bernard, Sandra Bucerius, Martin Dörrlamm, Claudia Genterczewsky, Juanita Rosina Henning, Henner Hess, Antje Langer, Yvonne Linke, Oliver Müller und Bernd Werse.


Cannabis in Jugendkulturen Bernd Werse (Hg.):
Cannabis in Jugendkulturen.
Kulturhistorische und empirische Betrachtungen zum Symbolcharakter eines Rauschmittels.
Berlin: Archiv der Jugendkulturen 2007


Cannabis ist nicht nur die mit Abstand am weitesten verbreitete illegale Substanz, sondern auch wie keine andere in Jugendkulturen verankert. Der Autor betritt in zweierlei Hinsicht wissenschaftliches Neuland: Zum einen werden die soziokulturellen Entstehungsbedingungen der Konsummuster und symbolischen Zuschreibungen von Cannabis in Jugendkulturen nachgezeichnet, zum anderen wird ein analytischer Blick auf den Stellenwert der Droge in gegenwärtigen Jugendszenen geworfen. Im Zentrum der mit zahlreichen Originalaussagen von Szenegängern illustrierten empirischen Untersuchung stehen die aktuell weit verbreiteten Jugendkulturen HipHop und Techno. Das Buch bietet aber auch aus zahlreichen anderen Jugendszenen lebhafte Einblicke in den jeweiligen Umgang mit Cannabisprodukten.


Kokainkonsum zwischen Hedonismus und Verelendung Zurhold, H./ Müller, O. (Hg.):
Kokainkonsum zwischen Hedonismus und Verelendung.
Ergebnisse einer multiperspektivischen Studie aus Frankfurt am Main.
Freiburg: Lambertus 2007


Um den Kokainkonsum ranken sich vielfältige Mythen, denen nicht nur die Medien, sondern zuweilen auch die Konsument(inn)en selbst erliegen.
So gilt Kokain einerseits als "edle" Droge des Establishments, die Assoziationen mit Promis und Sexparty weckt. Auf der anderen Seite sind Kokain und insbesondere Crack mit der Drogenszene und einer rapiden Verelendung assoziiert. Unabhängig von dem jeweiligen Milieu gelten Kokain wie Crack als unbeherrschbare Substanzen. Um ein umfassendes und realistisches Bild vom Kokainkonsum zu bekommen, wurde eine breit angelegte Studie in Frankfurt am Main durchgeführt: Es wurden u.a. Schüler(innen), die Drogenszene und sozial integrierte Konsument(inn)en befragt. Auch professionelle Expert(inn)en kommen zu Wort. Die unterschiedlichen Sichtweisen vermitteln einen empirisch fundierten Einblick in die Verbreitung, Muster und Folgen des Kokainkonsums. Dabei relativiert die Studie so manchen Mythos.


Sucht als Prozess Dollinger, Bernd & Schneider, Wolfgang (Hg.):
Sucht als Prozess.
Sozialwissenschaftliche Perspektiven für Forschung und Praxis.
Berlin: VWB 2005


Was ist Sucht? Ein Denkmodell? Eine soziale Konstruktion? Ein einmal erreichter, statischer Zustand? Eine schwere, finale Krankheit? Ein dynamischer Entwicklungsverlauf?
Die unterschiedlichen Beiträge dieses 41. Bandes in der Reihe "Studien zur qualitativen Drogenforschung und akzeptierenden Drogenarbeit", hrsg. von INDRO e.V., versuchen die Spannbreite aktueller sozialwissenschaftlicher Ansätze im Rahmen moderner Suchtforschung und Drogenhilfepraxis wiederzugeben. Sie weisen nach, wie prozesshaft und dynamisch der Konsum unterschiedlichster Substanzen und auch subjektive und soziale Bedeutungszuschreibungen von Sucht sind. Das dynamische Geschehen drogengebrauchsbezogener Entwicklugnsverläufe jenseits von unterstellten, eindeutigen Ursachen verlangt von Forschung und Praxis eine stetige Neuorientierung und auch Überprüfung von "Sucht-Konstrukten". Dieser Band will dazu beitragen, die Diskussion über "die Suchtbegriffe" und ihre Inhalte anzuregen, und somit in Drogenforschung und Hilfepraxis weitere Perspektiven zu eröffnen.


Zwischen Rausch und Realität Kemmesies, Uwe (unter Mitarbeit von Bernd Werse):
Zwischen Rausch und Realität.
Drogenkonsum im bürgerlichen Milieu.
Wiesbaden: VS-Verlag 2004


Die erste Untersuchung zum illegalen Drogengebrauch von Normalbürgern
Zwischen den Extrempolen einer Abhängigkeit und totalen Abstinenz von Drogen entfaltet sich ganz offensichtlich ein breites Spektrum unterschiedlichster Drogengebrauchsformen. Das vorliegende Buch richtet die Aufmerksamkeit auf einen Teilausschnitt dieses breiten Spektrums: auf die Gruppe der kontrollierten Konsumenten illegaler Drogen, die in der Drogenforschung selten Beachtung findet. Es geht um Menschen, denen es gelingt, den Konsum von illegalen Drogen in den Alltag zu integrieren, ohne dass ihr Drogenkonsum nachhaltige Probleme bereitet, die es schaffen, den Drogenkonsum zwischen Rausch und Realität auszubalancieren, indem die Lust auf Zerstreuung, Anregung, Genuss und Entspannung weitgehend auf die Realität der Alltagsanforderungen in Beruf, Familie sowie in anderen sozialen Zusammenhängen abgestimmt wird. Besondere Aufmerksamkeit gilt in diesem Zusammenhang den wirksam werdenden Kontrollmechanismen im Allgemeinen wie der Bedeutung des Drogenverbots im Besonderen.


Kokain und Crack


Heino Stöver/ Michael Prinzleve (Hg.):
Kokain und Crack.
Pharmakodynamiken, Verbreitung und Hilfeangebote.
Freiburg: Lambertus 2005


Das Buch liefert neben pharmakologischen Informationen eine Übersicht über die Verbreitung, die Gebrauchs- und Handelsformen von Kokain und vor allem Crack. Darüber hinaus werden die Konsequenzen für das Suchtkrankenhilfesystem in Form adäquater Hilfeangebote diskutiert. Jenseits der oftmals sensationsorientierten massenmedialen Aufbereitung des Crack-Themas wird eine sachliche Einschätzung der zunehmenden Verbreitung des Crack-Konsums vorgenommen. Die Entwicklungen in großstädtischen Metropolen legen nahe, dass der Konsum von Crack dort in der Drogenszene weit verbreitet ist und erhebliche psychosoziale Schädigungen bei den Konsumenten bewirkt. Kokain- und Crackkonsum führt aber auch zu Beratungs-, Behandlungs- und Ordnungsproblemen in der Drogenhilfe. Das Buch setzt Schwerpunkte in den Bereichen Pharmakologie, "Crack und Prostitution", Entwicklung neuer Hilfeangebote und notwendige Weiterentwicklung der Drogenhilfeangebote.

 

geändert am 22. August 2013  E-Mail: Webmistressschuetz@em.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 22. August 2013, 12:07
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb04/forschung/cdr/buchtipps.html