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Forschungsprojekt (abgeschlossen)

Sicherheitsorientierte Governance-Formen in Wohnquartieren

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Leitung: Georg Glasze, Robert Pütz Projektbildorange_100h220w
Bearbeitung: Henning Füller, Nadine Marquardt
Förderung: DFG
Dauer: 2006-2009
Kurzbeschreibung
Das Projekt untersucht im Rahmen einer internationalen Vergleichsstudie (USA, Deutschland) national/institutionell gebundene Diskurse über „Sicherheit und Wohnen“, in denen ausgehandelt wird, wie (Stadt-)Räume und (Wohn-)Orte gelesen und interpretiert werden.
Projektbeschreibung
Ausgehend von aktuellen Prozessen der Stadtentwicklung, namentlich dem Bedeutungsgewinn hochpreisigen innerstädtischen Wohnens und einer entsprechenden Bautätigkeit im Immobilienbereich („Renaissance der Stadt“), konnten in einer vergleichenden Untersuchung zwischen den USA und Deutschland zusammenhängende Veränderungen im Bereich Sicherheitspolitiken, städtischer Governance und sozialer Kontrolle aufgezeigt werden.
Eine in beiden untersuchten Ländern generell zu beobachtende Restrukturierung der Innenstadt auch in Richtung stärkere Wohnnutzung geht einher mit einer weitreichenden Neubestimmung der geteilten Vorstel-lungen von „Stadt“, „städtischem Leben“ und „Urbanität“. Diese in beiden Ländern analoge Verschiebung des Diskurses ist insbesondere relevant, da sich daraus auch veränderte Maßnahmen der beteiligten Akteure ergeben. Hier unterscheiden sich die untersuchten Länder hinsichtlich Reichweite und Wirkungskraft der ergriffenen Maßnahmen. In beiden Fällen bedeutet die „Renaissance der Stadt“ aber eine Intensivierung von sozialer Kontrolle in innerstädtischen Räumen. Das Städtische wird in den untersuchten Diskursen in dem doppelten Sinne „sichergestellter Urbanität“ aufgerufen: Zum einen als Gewährleistung überraschungsvoller, lebendiger und attraktiver „urbaner“ Räume. Zum anderen aber auch als Sicherheitsversprechen kontrollier-ter Räume. Entlang dieser teils gegenläufigen Leitlinien gruppieren sich in den untersuchten Fallbeispielen einzelne Programme und Maßnahmen der beteiligten Akteure: etwa die Bedeutung gebietsbezogener Interventionen auf Seiten der Immobilienentwickler (z.B. die Einrichtung von Business Improvement Districts in den USA) oder die aktive Vermarktung der Projekte für eine eng gefasste „urbane“ Lebenstilgruppe. Auf Sei-ten der Stadt resultiert die „Sicherstellung von Urbanität“ besonders in dem Fallbeispiel Los Angeles in einer zunehmend repressiven Polizeistrategie gegenüber als deviant wahrgenommenen Personen im öffentlichen Raum. In beiden nationalen Kontexten wird öffentlicher Räume zudem stärker unter private Verfügungsgewalt gestellt und dadurch direkte Maßnahmen sozialer Kontrolle, seien es Überwachungstechniken, private Sicherheitsdienste oder Zugangsbarrieren ermöglicht und befördert.

 

geändert am 23. Oktober 2010  E-Mail: WebmasterGeoagentur@uni-frankfurt.de

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Druckversion: 23. Oktober 2010, 12:29
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb11/ifh/Personen/puetz/puetz_FSP1/puetz-1a_sicherheit/index.html