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AG Geoökologie und Physische Geographie, Regionaler Schwerpunkt "Afrika"

Prof. Dr. Jürgen Runge

 

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Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Landschafts- und Klimaentwicklung in den afrikanischen Tropen (Afrika südlich der Sahara) v.a. während des Letzten Glazialen Maximums (LGM) und im Holozän (Paläoumweltforschung). Mit Blick auf die Gegenwart wird im Kon­text mit der Global Change Problematik die Sensitivität der Regenwald-Savannengrenze (z.B. im Projekt ‚ReSaKo’ im Rahmen der DFG-Forschergruppe 510) sowie die Biodiversität in Afrika (z.B. im BMBF BIOTA West Forscherverbund) untersucht. Schwerpunkt­länder sind Burkina Faso, Benin, Togo, Nigeria, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, DR Kongo und Ruanda. Neben konventionellen bodenkundlich-geomorphologischen Untersuchungsmethoden werden Remote Sensing Techniken (digitale Satellitenbildauswertung) und GIS eingesetzt.

Angewandte Fragestellungen und Beratungstätigkeit beziehen sich auf die integrierte ländliche Regionalentwicklung in Entwicklungsländern (z.B. Landnutzungsveränderungen, Bodenerosion, thematische Kartierungen, kleinbäuerliche Bewässerungslandwirtschaft, Consulting für Infrastrukturprojekte, Straßenbau, Ausbildung).

 

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Diamantenbewertung  bei BECDOR in Bangui (05.06.2008)


Aktuelles

Tectonic, Palaeoclimate and Landscape Evolution of Central Africa

Gemeinsam mit Professor R.O. Greiling, KIT Karlsruhe, und Professor B. Kankeu, IRGM, Yaoundé, unterstützt Professor J. Runge, IPG, Frankfurt, das neue interdisziplinäre UNESCO-IGCP-SIDA 616-Projekt über "Tectonic, Palaeoclimate and Landscape Evolution of Central Africa", das Anfang Dezember 2012 mit einem Kick-Off-Workshop im Goethe-Institut in Yaoundé, Kamerun, beginnt.

Weitere Informationen und Download des zweiten Zirkulars unter:

http://www.unesco.org/new/en/natural-sciences/environment/earth-sciences/international-geoscience-programme/igcp-projects/earth-resources/project-616-sida/

Neues DFG Forschungsvorhaben und Kooperation mit Nigeria – Professor Runge zu Besuch an der Obafemi Awolowo University in Ile-Ife

Die Obafemi Awolowo University (OAU) ist eine staatliche nigerianische Universität und gilt als die renommierteste Universität Nigerias. Sie liegt in der alten Kulturstadt der Yoruba Ile-Ife im Bundesstaat Osun. Gegenwärtig sind mehr als 30.000 Studierende in Ile-Ife eingeschrieben. Die Universität beschäftigt über 1000 Lehrkräfte und 6000 technische Angestellte in 12 Fakultäten. Der im Stil britischer Gartenstädte großzügig angelegte Campus ist weitgehend autark und erstreckt sich über eine Fläche von 50 km2. Felsige Berge, ein Stausee mit Fischteichen und ein landwirtschaftlicher Großbetrieb, Supermärkte, Konferenzzentrum und ein Hospital gehören ebenfalls zum Campus.

Auf Einladung von Professor Ayobami Salami vom Institute of Ecology and Environmental Studies und durch Förderung eines gemeinsamen deutsch-nigerianischen DFG Projektes zur Internationalisierung (Nord-Süd Kooperation) besuchte Professor Dr. Jürgen Runge als visiting scientist zwischen dem 03. und 17.10.2012 erneut die Obafemi Awolowo University.

Das Forschungsvorhaben untersucht die Auswirkungen des informellen Minensektors (Gold, Tantal, Kaolin) auf die Umwelt und analysiert Landnutzungskonflikte, die durch ungeregelte Bergbautätigkeit entstehen. Darüber hinaus sollen neue Monitoring-Standards für den in Nigeria bislang vernachlässigten mineralischen Minensektor entwickelt und implementiert werden.

Runge war auf Vorschlag der Green Development Initiative Nigeria zu einem weiteren Seminar zur Umweltforschung und zur nachhaltigen Entwicklung in Nigeria als Gastwissenschaftler an die Obafemi Awolowo University eingeladen worden. Durch seine zwischen 2007 und 2010 für die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ, jetzt GIZ) durchgeführten Arbeiten zur Ressourcennutzung und Transparenz im zentralafrikanischen Bergbausektor, war er während seines Aufenthaltes an der OAU ein gefragter Fachkollege. Es konnte festgestellt werden, dass sich die Rohstoff- und Ressourcenproblematik im sub-saharischen Afrika seit dem verstärkten Engagement von Schwellenländern wie China und Indien weiter verschärft hat. In einem Blockseminar vor Studenten und Kollegen der OAU betonte Runge wiederholt die Notwendigkeit von Transparenz, guter Regierungsführung und Nachhaltigkeit als entscheidend für ein stabiles und Zukunft orientiertes Wirtschaftswachstum und eine daran gekoppelte Armutsbekämpfung in Schwellen- und Entwicklungsländern.

Vom 6. bis 14. April 2013 wird es in Ile-Ife an der OAU einen Workshop zu dem Rahmenthema geben, der darauf abzielt, die inhaltlichen Grundlagen für einen Antrag im Rahmen des DFG/BMZ Programmes „Kooperation mit Entwicklungsländern“ zu legen.

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Prof. Ayobami Salami (links) und Prof. Jürgen Runge kooperieren im Rahmen des neuen DFG Projektes „Umweltauswirkungen durch Bergbau und Monitoring Standards bei der Gewinnung mineralischer Bodenschätze in Nigeria“ (Aufnahme: Segun Awotoye, 15.10.2012).

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Informeller, artisanaler Goldbergbau in Flussniederungen im Regenwald bei Itagunmodi führt zur Landschaftsdegradation und zu Konflikten mit Landwirten (Aufnahme: Jürgen Runge, 09.10.2012).

Im Wintersemester 2012/2013 gibt es folgende Sprechstundentermine (Raum 2.216):
donnerstags, 15-16 Uhr
sowie nach vorheriger Vereinbarung per E-Mail

Nach 10 Jahren Biodiversitätsforschung in Westafrika im BIOTA-Projekt (BMBF) ist nun ein 3-bändiger Biodiversitätsatlas erschienen. Er führt detailliert in die Thematik ein, stellt überregionale sowie lokale Forschungsergebnisse aus Westafrika vor und diskutiert unterschiedliche Zukunftsszenarien. Jeder Band besteht aus einem überregionalen Teil und einem Nationalteil mit den Länderschwerpunkten Benin, Burkina Faso und Côte d'Ivoire, deren Inhalte von über 100 Autoren zusammengetragen wurden. Umfangreiches Karten- und Bildmaterial erläutert die komplexen Inhalte auf über 1500 Seiten.

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Jahrestagung der Afrikagruppe deutscher Geowissenschaftler (AdG) 2010 in Frankfurt, 25.-26.06.10

Poster AdG-Tagung 2010 (DIN A9)

27. Nov. - 01. Dez. 2009: Workshop für Projektantrag in Frankfurt

Geologische Ressourcen und Good Governance in Zentralafrika
24 - 25 September 2009, Yaounde, Kamerun

Afrikatagung deutscher Geowissenschaftler in Berlin 2009

neue Veröffentlichungen:

Runge, J. (ed.) (2013): Rrepublik Togo - Geographische Einblicke zwischen dem Golf von Guinea und der Sudanzone in Westafrika. Große Geographische Exkursion 2012, Institut für Physische Geographie, Goethe-Universität Frankfurt. Frankfurt am Main, pp. 1–182.

Runge, J. (ed.) (2012): Landscape Evolution, Neotectonics and Quaternary Environmental Change in Southern Cameroon. Palaeoecology of Africa, 31, Taylor & Francis Publ. UK, pp. 1-291.

Runge, J. (2011): Africa’s Natural Resources, Transparency and Sustainable Management: Stories from the Ground… In: A.T. Salami & O.O.I. Orimoogunje (eds.): Environmental Research and Challenges of Sustainable Development in Nigeria. Obafemi Awolowo University Press, Ile-Ife, Nigeria, pp. 1-14.

Runge, J. & J. Shikwati (eds.) (2011): Geological Resources and Good Governance in Sub-Saharan Africa. Holistic Approaches to Transparency and Sustainable Development in the Extractive Sector. Taylor & Francis Publ. UK, pp. 1-292.

Sangen, M., Neumann, K. & J. Eisenberg (2011): Climate induced fluvial dynamics in tropical Africa around the last glacial maximum? Quaternary Research, 76: 417-429.

Sangen, M. (2011): New results on palaeoenvironmental conditions in equatorial Africa derived from alluvial sediments of Cameroonian rivers. Proceedings of the Geologists' Association, 122: 212-223.

Konaté, S. & D. Kampmann (eds.) (2010): Biodiversity Atlas of West Africa. Volume III, Côte d'Ivoire. Goethe University, Abidjan, Frankfurt /Main, 1-526.

Runge, J. (ed.) (2010): African Palaeoenvironments and Geomorphic Landscape Evolution. Palaeoecology of Africa, 30, Taylor & Francis Publ. UK, pp. 1-306.

Runge, J. (2010): Geologische Ressourcen und Transparenz im Rohstoffsektor Zentralafrikas – eine GTZ Fallstudie. – Zbl. Geol. Paläont. Teil I, Jg. 2008, 1/2: 107-126.

Sinsin, B. & D. Kampmann (eds.) (2010): Biodiversity Atlas of West Africa. Volume I, Benin. Goethe University, Cotonou, Frankfurt /Main, 1-726.

Thiombiano, A. & D. Kampmann (eds.) (2010): Biodiversity Atlas of West Africa. Volume II, Burkina Faso. Goethe University, Ouagadougou, Frankfurt /Main, 1-592.

Baumhauer, R. & J. Runge (eds.) (2009): Holocene Palaeoenvironmental History of the Central Sahara. Palaeoecology of Africa, 29, Taylor & Francis Publ. UK, pp. 1-274.

Eisenberg, J. (2009): Morphogenese der Flusseinzugsgebiete von Nyong und Ntem in Süd-Kamerun unter Berücksichtigung neotektonischer Vorgänge. PhD-thesis, J.W.Goethe-University Frankfurt, 1-219.

Runge, J., Eisenberg, J. & M. Sangen. (eds.) (2009): Kamerun - ein physiogeographisches Profil. Große Geographische Exkursion des Instituts für Physische Geographie vom 02.01.-18.01.2009. Frankfurt am Main, pp. 1–184.

Runge, J. (2009): Der zentralafrikanische Regenwald: Ein sensitives Ökosystem im Spannungsfeld von forstwirtschaftlicher Nutzung und (sub-)rezenter Klimadynamik. In: R. Glaser, K. Kremb & A. Drescher (Hg.), Afrika, Planet Erde, WBG Darmstadt, 199-220.

Runge, J. (2009): Des déserts et des forêts, histoire du paysage et du climat de l’Afrique Centrale au Quaternaire Supérieur; "Of deserts and forests, Late Quaternary landscape and climate history of Central Africa" ; "Von Wüsten und Wäldern, Spätquartäre Landschafts- und Klimageschichte Zentralafrikas". Revue internationale de géologie, de géographie et d'écologie tropicales; Tome 1, pp. 1-18. > pdf (519k)

Sangen, M. (2009): Physiogeographische untersuchungen zur pleistozänen und holozänen Umweltgeschichte an Alluvionen des Ntem-Binnendeltas und alluvialer Sedimente der Flüsse Boumba, Ngoko, Nyong und Sanaga in Süd-Kamerun. PhD-thesis, J.W.Goethe-university Frankfurt, 1-319.

 

 

geändert am 04. April 2013  E-Mail: Webmasterpeiter@em.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 04. April 2013, 14:00
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb11/ipg/ag/ru/index.html