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Studienplatzbewerbung 

In der Verordnung über die Vergabe von Studienplätzen in zulassungsbeschränkten Studiengängen durch die Hochschulen des Landes Hessen  (Vergabeverordnung Hessen) werden spezielle Härtefälle und Nachteilsausgleiche berücksichtigt.
So werden beispielsweise 5% aller zu vergebenen Studienplätze (z.B. für Bachelor- oder manche Masterstudiengänge) Bewerbern mit „außergewöhnlicher Härte“ zugeteilt (§ 5, Abs. 2, Satz 1). Die Auswahl nach Härtegesichtspunkten ist in § 11 geregelt: »Eine außergewöhnliche Härte liegt vor, wenn besondere soziale oder familiäre Gründe in der Person der Bewerberin oder des Bewerbers die sofortige Aufnahme des Studiums zwingend erfordern. «
In § 8 wird zudem denjenigen Personen ein Nachteilsausgleich eingeräumt, die die Hochschulzugangsberechtigung aufgrund persönlicher und unabweisbarer Gründe erst später erlangen konnten.
§ 10 gewährt einen Nachteilsausgleich für die Personen, die nachweislich eine bessere Hochschulzugangsberechtigung ohne Einschränkungen durch beispielsweise Krankheit hätten erreichen können.

Bei der Online-Bewerbung gibt es die Möglichkeit, einen Härtefall-Antrag und einen Antrag auf Nachteilsausgleich zu stellen. Dies erfolgt im Bewerbungsschritt „Angaben zu den örtlichen NC-Verfahren“.
Nach der Online-Bewerbung muss der ausgefüllte Antrag mit den geforderten Anlagen der Universität per Post zugeschickt werden. Zusätzlich sollte ein ausführlicher, formloser Antrag, der Ihre individuellen Gründe für die Antragsstellung  (Härtefall und/oder Nachteilsausgleich) darlegt, beigefügt werden. Als Beleg eignen sich beispielsweise eine Kopie des Schwerbehindertenausweises, ein fachärztliches Gutachten und/oder ein Schulgutachten.

Wenn sich Ihr Antrag beispielsweise auf eine Anhebung des Notendurchschnitts Ihrer Hochschulzugangsberechtigung bezieht, sind ein Schulgutachten oder Kopien entsprechender Jahreszeugnisse sinnvoll. Eine deutliche Verschlechterung Ihrer Schulnoten ab einem benennbaren Zeitpunkt (Unfall, Beginn [der Auswirkungen] einer chronischen Erkrankung etc.) können hiermit dokumentiert werden.

Ein Antrag auf Wartezeitverbesserung kommt vor allem dann in Frage, wenn Sie auf Grund Ihrer Behinderung nachweislich Zeit während Ihrer Schullaufbahn verloren haben. Hier wäre eine fachärztliche Bescheinigung als Nachweis sinnvoll oder auch Bescheinigungen über längere Krankenhausaufenthalte. Aus diesen Bescheinigungen sollte eine konkrete Angabe hervorgehen, welcher Zeitverlust für Sie entstanden ist.

Gründe für einen Härtefallantrag könnten beispielsweise die folgenden Sachverhalte sein:
(1) Behinderungsbedingt besteht eine eingeschränkte Möglichkeit der Berufswahl (andere Studienfächer/Ausbildungswege kommen krankheits-/behinderungsbedingt nur mit Einschränkungen oder gar nicht in Frage).
(2) Eine sinnvolle Überbrückung einer Wartezeit ist behinderungsbedingt nicht möglich.
(3) Aufgrund einer Diagnose ist mit einer möglichen oder konkret drohenden Verschlimmerung der Erkrankung (z.B. bei einer Krebserkrankung) zu rechnen. Möglicherweise wären Sie den Belastungen durch ein Studium später nicht mehr gewachsen. Aus dem beizufügenden Arztattest muss hervorgehen, dass Ihre Studierfähigkeit gefährdet ist, wenn keine sofortige unmittelbare Studienaufnahme erfolgt.
(4) Wegen einer neu aufgetretenen schweren chronischen Erkrankung bzw. Behinderung mussten Sie Ihren bisherigen Beruf oder Ihr bisheriges Studium aufgeben.

Stand August 2013

 

geändert am 13. August 2013  E-Mail: Webmasterssc-relaunch@uni-frankfurt.de

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Druckversion: 13. August 2013, 15:47
http://www.uni-frankfurt.de/org/ltg/praes/pr_k/service/ssc/studmitbehinderung/informationen/studienplatzbewerbung/index.html